Der Name „Herbertinger Weckazwinger“ kam um die Jahrhundertwende auf. Damals wurden noch die soge­nann­ten Bittgänge abge­hal­ten, d.h. die kirch­li­chen Gemeinden besuchten sich gegen­sei­tig in Bittprozessionen, die über Felder und Fluren gingen und den Segen Gottes erbaten. Voran wurde das Kreuz getragen, dann folgte der Pfarrer mit den Ministranten und abschlie­ßend kamen die Bittgänger. Natürlich bekamen die Bittgänger bei diesen langen Gängen, die sich z.T. über 10 bis 15 Kilometer erstreck­ten, auch Hunger und Durst.

Deshalb standen vor den Kirchen Marktweiber, die Wecken feilboten. Der Sage nach war es so, dass wenn die Nachbargemeinden nach Herbertingen kamen, Wecken und Brot aus­reich­ten. Wenn aber die Herbertinger ihre Nachbarn besuchten, war immer zu wenig Brot und Wecken vorhanden und mussten sogar – das behaupten jeden­falls böse Zungen – nach­ge­ba­cken werden.

Der „Weckazwinger“ ist ein Weiß-Narr. Die Maske zeigt ein freund­li­ches Gesicht und hat eine angenähte Zipfelmütze. Er hat ein „Häs“ aus Stoff, das mit länd­li­chen Motiven bemalt ist. Sowohl am „Goller“ aus Leder wie auch am „Häs“ sind kleine Holzwecken befestigt. Er trägt einen Schellenstock mit sich.